Bildergalerie

Um schlimme Fotoabende nach meiner Rückkehr zu vermeiden, findet ihr meine Erlebnisse in Bildern hier...

 

Mooji beim Yoga-Festival in Rishikesh

Der Falke fliegt...über die Berge Nepals

Diese Seite befindet sich gerade im Wachstum

 

Bald findet ihr hier alle meine Geschichten über Hindus, Kühe und Höhlen, indischen Tee und die Magie der Farben.

Hier war ich immer wieder, zuerst von Oktober bis November, dann über Weihnachten und dann von Februar bis April...

Der grüne Traum...Indien💓
Der grüne Traum...Indien💓

Ende August: Von den hohen Bergen nach Manali


In Manali, dem Ankunftsort der langen Reise über die Berge, kann man alles machen: auf Booten den reißenden Strom hinunterjagen, von Gipfeln springen, in einem durchsichtigen Ball einen Hügel runterrollen...

Ich entscheide mich für einen stillen Abgang und sitze schon am nächsten Tag wieder im Bus und tauche in die hinduistische Glaubenswelt ein.

Zufällig treffe ich im Bus einen Sadhu ( oder Swami, so nennt man  einen hinduistischen Mönch) werde zum Geburtstagsfest Krishnas eingeladen: Krishna Jayanti.

Wir singen Kirtans, tanzen, essen und es ist laut, bunt und einfach herrlich. Nach der Stille und den dunklen Mönchsgesängen ist der Hinuismus so anders...bunte Statuen, süßes Räucherwerk und helle Klänge, die Tempel sind oft winzig und so kann man in einer Straße leicht 20 finden, wenn man in alle Hinterhöfe schaut. Man gibt Blumen als Opfer, aber auch Kekse und nicht selten stehen Colaflaschen neben einer tanzenden Gottheit.

Ich werde in einen Ashram eingeladen, krieche in Gebetshöhlen und habe nun einen Punkt auf der Stirn: Eine Tika odet Tilaka, nicht zu verwechseln mit einem Bindi, bekommt man als Segenszeichen mit roter Farbe oder Asche auf das dritte Auge gezeichnet.

Ein Bindi, ein roter Punkt, wurde früher nur von verheirateten Frauen getragen und ist aber in den Straßen überall als Schmuck zu sehen, auch kleine Kinder haben einen glitzernden Punkt auf der Stirn.

 

Der Ashram des Sadhus, der mich eingeladen hat,  ist riesig, jeder bekommt täglich kostenloses Essen und ein Arzt behandelt ebenfalls ohne Geld zu wollen...und ich werde eingeladen zu bleiben, für eine Woche?Für ein Leben?Also nehme ich meinen Mut zusammen und springe...

...in den nächsten Bus, zu viel... zu schnell auf einmal...und komme nach kurvenreichen Straßen und herrlichen Tempeln am Weg (ich steige nicht aus) in Rewalsar an.

 

Hier kann ich erst mal verschnaufen und verdauen, hier leben vielleicht 100 Menschen um den heiligen See. Ich drehe meine Runden und sehe Buddhisten, Hinduisten und Sikh gemeinsam beten und leben...ruhig, schön, und ich bleibe noch einen Tag und noch einen und noch einen...

 

Rewalsar - die Vereinigung der Religionen in Frieden


Der Rewalsar-See liegt ungefähr 24 km südwestlich von Mandi. Eine sehr sehr lange Straße schraubte sie in die Höhe und ich kann mich gar nicht satt sehen an dem vielen grün der Pflanzen nach den Steinwüsten im Norden.

Der See, so habe ich gelesen, gilt  bei den Hindus, den Buddhisten und auch den Sikhs als heilig. Der Buddhismus wurde im 8. Jahrhundert durch den Gelehrte Pedmasambhava von Rewalsar hierher gebracht. Im 17. Jahrhundert kam der Hinduismus hinzu und später auch die Sikhs.

Um den See herum gibt es demnach mehrere buddhistische Klöster, einen Hindutempel, einen Sikh-Tempel und Gläubige umkreisen das Wasser und murmeln ihre Gebete. Friede und Freundlichkeit, hier feiert man gemeinsam Gott, jeder auf seine Weise.


In Rewalsar fließt zusammen, was eigentlich immer eins war:

Hier verehren Buddhisten, Hinduisten und Sikh den heiligen See.

 

Mönche lieben Fußball -  in diesem Kloster in Rewalsar habe ich ein Zimmer für eine Woche gemietet...kaltes Wasser inklusive
Mönche lieben Fußball - in diesem Kloster in Rewalsar habe ich ein Zimmer für eine Woche gemietet...kaltes Wasser inklusive

Auf zum Dalai Lama

 

 

Weit weit oben in den Bergen, dort wo die Adler kreisen und der Nebel vom Himmel wabert, gibt es einen Tempel.

 

Willst du ihn finden, brauchst du Führung, denn er versteckt sich und so mancher sucht vergeblich...Aber wenn du vertraust und mutig voranschreitest, wirst du ihn erblicken...er wartet auf jeden, der kommt.

 

Also bin ich losgezogen und habe das Pferd,äh nee, den Bus nach Dharamsala genommen und dann, auf die Hälfte zusammengequetscht, 30 Minuten hinauf nach McLeod Ganj. 1830m hoch atme ich schwer, vielleicht auch wegen meines Rucksacks, in dem sich immer noch einige Steine von den Bergen Ladakhs befinden.

Langsam schnaufe ich vom Busbahnhof die winzige Straße hinauf und dann fällt mir fast alles aus dem Kopf...

Ich habe Gebetsfahnen erwartet, ich habe Tempel erwartet, ich habe friedvolle Musik erwartet...

Aber ich sehe...eine Pizzakette neben Alkoholläden, 3 Straßen und unzählige Stände mit tibetischem Krimskrams, Restaurants und Hotels.

 

Und es ist  laut und dreckig und heiß und heruntergekommen und überhaupt... und wo verflixt is es denn hier heilig? Wo sind die lächelnden Mönche, die duftenden Räucherstäbchen und ich seh auch keinen schimmernden Tempel, von erhaben scheinender Sonne mal ganz abgesehen.

Die haben mich an nem falschen Ort abgeladen, haben sich mit der blonden Touristin nen Spaß erlaubt und jetzt bin ich hier in Schmuddeltown und der nächste Bus zurück geht in nem Monat...

 

Mcleod Ganj...eine der drei Straßen
Mcleod Ganj...eine der drei Straßen

Auf zum Dalai Lama...Teil 2

 

 

Was bleibt mir hier auf 1800m?

Vertrauen und Mut und all das Zeug und so zwänge ich mich durch die Gassen, finde ein Bett und schlafe erst einmal.

Vielleicht ist es ein magischer Ort, der sich über Nacht auf wundersame Weisein eine friedliche Oase verwandelt. Ich kann nicht schlafen, liege aber ruhig da, um die Verwandlung nicht zu stören und schaue dann gespannt aus meinem Fester. Und ich denke an grüne Berge, tropische Früchte und tanzende Menschen mit Kaffebechern in den Händen...und ich sehe das:

Auf der anderen Straßenseite geht es steil nach oben und hier hängen Håuser, die, so wie sie aussehen, wahrscheinlich schon sehr sehr sehr sehr lange hier abhängen. Dazu mit Plastik abgehängte Buden, Steine, Müll und 2 Gebetsfahnen. Aber ich traue mich, gehe aus der Tür und laufe los...es gibt zwar nur drei Straßen, aber unzählich Gassen machen diesen Ort zum Abenteuer. Die ersten Leute in rotbraunen Roben begegnen mir und ich gehe die Straße hinunter bis zu einem Tor...und ich weiß dass ich hier unbedingt hineinmuss, es ist mir egal, wie es aussieht, die gelbe Farbe bröckelt und kleine Pfade führen zu vielen Zimmern...Jugendherberge 1959...in diesem Jahr kam Tendzin Gyatsho, der derzeitige Dalai Lama hierher und man kann wirklich sagen...sie haben seit der Zeit nichts verändert...

 

Und ich lasse alles zurück, mein Handy, mein Reisebuch, das Klopapier, meinen Pass, Geld und die Idee von dem Ort mit dem schimmernden Tempel ... und komme an.

Da sitze ich auf einer Bank, vor mir 200 betende Mönche und die Welt tief unten im Tal und es ist der schönste Ort auf Erden.

 

Geade weil er nicht DAS ist, sondern eben einfach so..und so finde ich jeden Tag aufs Neue etwas... in den Gassen, hinter den Ecken und oben in den Wäldern und in mir...und ich bleibe noch was länger, noch einen Tag und noch einen, vielleicht auch zwei und irgendwann höre ich auch damit auf und die Frau an der Hotelrezeption wünscht mir einfach einen schönen Tag😊😊😊


Das gelbe Gebäude ganz hinten...das ist der Tempel Seiner Heiligkeit...

Eine neue Heimat

 

 

Als 1960 die ersten Kinder über den Himalaya nach Indien kamen, kümmerte sich die ältere Schwester des Dalai Lama um sie und es entstand das erste Dorf für tibetische Flüchtlingskinder: Tibetens Childen's Village  (TCV).

In kleinen Häusern wohnen ca. 25 Kinder mit einer Betreuerin, hier wird zusammen gekocht, gegessen und geschlafen. Eine Schule und

die Gemeinschaft stärken die oft traumatisierten Kinder.

Bilder und viele weitere Infornationen gibt es auf...

 

Shelter108.ev

Tibets Kinder im Exil.ev

und viele mehr...

 

Ich habe hier glückliche Stunden verbracht und viel gelernt...wie man hingebungsvoll Gebete singt, dass alle Kinder Burger und Schokokuchen lieben und Spiderman auch hier große Begeisterung auslöst.


 

Kirmes
Kirmes

Party in Mcleod Ganj


Heute gibt es hier oben eine kleine Feier, viele Inderinnen und Inder haben kleine Stände aufgebaut und es gibt farbenfrohe Sachen, die in Öl schwimmen und auf gar keinen Flal meinen Magen treffen.

Begeistert laufe ich durch eine der drei Straßen dieses winzigen Ortes und entdecke das wohl niedlichste Karussell der Welt. Es quietscht...wahrscheinlich wegen der rostigen Eisenstangen, wahrscheinlich wegen der Kinder, die hier ihre Kreise drehen. Wieder einmal ist klar, das Spaß überall da ist, wo man sich darauf einlässt.


Bleibt noch zu erwähnen, dass ich leider nicht mitfahren durfte auf den weißen Pferden, dafür habe ich aber einen Bleistift beim Luftballonschießen gewonnen...


Kinder aus dem tibetischen Flüchtlingsdorf malen eifrig
Kinder aus dem tibetischen Flüchtlingsdorf malen eifrig

54th Anniversary of Tibetan Democracy Day 2014

 

Im Tempel wird gefeiert, mit Reden, Tanz und Gesang.Vor 54 Jahren hat das erste Repråsentantenhaus mit seiner Arbeit begonnen.Nach der Besetzung Tibets durch die Chinesen ab 1950 flüchteten viele und hier in Indien wurde dann nach den ersten Wahlen 1960 das ersre CTPD vereidigt....(Commission of Tibeten People's Deputies).

Aber immer noch ist es ein Volk, das sehnsüchtig auf die Rückkehr in die hohen und weiten Berge wartet, wo die Schneelöwen das flammende Juwel des Glücks und des Wohlergehens bewahren.

 

 

Gedicht von einem Schüler der Petoen School
Gedicht von einem Schüler der Petoen School



Von Rishikesh in die heiligen Höhlen des Himalaya

Rishisesh
Ich bin etwas zu spät hier..die Beatles sind schon weg...großer Tempel in Rishikesh, am Ufer des heiligen Flusses Ganges.

Pilgerwege...

 

Zusammen mit einer wundervollen Gruppe aus fernen Ländern mit vertrauter Sprache reise ich wieder in die Berge, zurück in Kälte, Nässe und werde beschenkt mit eindrucksvollen Tempeln, herrlichen Landschaften und unglaublichen Begegnungen während der Fahrt.

 

Der Badrinath-Tempel, der auf dem Bild zu sehen ist, ist einer von 108 Tempeln, die Vishnu gewidmet sind. Vishnu, der Bewahrer, war wohl ursprünglich in den Veden auch als Gott der Sonne, der Wärme und des Lichtes. Hier in diesem Tempel braucht man dafür allerdins seinen ganzen Glauben, lange Unterwäsche, literweise heißen Chai und dann einfach über die kleine Brücke und hinein in die Massen, die sich jeden Abend hier zur Puja versammeln. Von außen sieht der Tempel aus wie eine Attraktion auf dem Weihnachtsmarkt, grell blinken seine Lichterketten,  und im Inneren steht der Haupttempelraum, drum herum nochmals kleine Tempel und überdachte Plätze, wo gesungen und gelehrt wird. Wir lassen unsere Schuhe draußen,wie bei jedem Tempelbesuch üblich und stolpern mit unseren Tellern voll Prasad in die Schange der Leute. Im Tempelinneren wird geräuchert, gesungen und gesegnet, aber wir bleiben hinter einer Absperrung zurück, hinein kommt man mit Geld....eine Zeremonie kostet nun mal, die Preisliste ist beachtlich...man kann auch eine Art Flaterate buchen, dann wird monatlich für einen gebetet, aber das ist jenseits von all unseren Möglichkeiten und so genießen wir das Treiben, halten unsere Hände über die warmen Kerzen und essen die süßen Zuckerkugeln.

 

Unvermittelt beginnt eine Gruppe mit Musik und Gesang zu Ehren von Vishnu und wir lassen uns schaukeln in dem Rythmus, manche Texte können wir schon mitsingen und vergessen sind die nassen Füße, die Kälte und es wird ein Stück Heimat hier oben.

Der Tempel wurde im 9. Jhd. gebaut und erinnert mit der bunten Bemalung an einen buddhistischen Tempel. Er ist Teil des Pilgerwegs Chota Char Dham und ist wegen des Wetters nur von April bis November geöffnet. Deshalb erscheint auch der winzige Ort  Badrinath wie eine Geisterstadt, es scheint nur Souvenierläden zu geben und Hotels ohne Heizung und mit dem Charme von Bates Motel...

Die Stadt liegt am Alkanandafluß und es gibt hier eine 40 Grad heiße Quelle. Deshalb ist der Gang über den Fluß auch so toll, den von hier aus kann man die Männer beobachten, wie sie sich in dem dampfenden Wasser waschen...für Frauen gibt es einen Bereich ohne Zuschauer...

 

Und während wir in der Dunkelheit, erhellt von bunten Lichtern, zusammen singen, läuft ein Mönch in weiße Tücker gehüllt mit Holzschuhen um den Tempel, seine langen schwarzen Haare lassen ihn wie Yogananda aussehen, zumindest wie auf dem Titelbild von Autobiografie eines Yogi dargestellt...und ich bin fasziniert, umrunde auch den Tempel und finde mich dann an einem Seiteneingang wieder und dann...

Und dann sind die Preislisten vergessen, ich darf hineinschlüpfen und an meiner linken Seite ist auf einmsl einer unserer Guides, der mich nach vorne schiebt, dort knie ich nieder, der Priester sagt was, lacht, ich bekomme den Punkt auf die Stirn, es duftet nach Räucherwerk und die Wände blitzen im Wiederschein der Kerzen...und es ist Freude und Stille in diesem Trubel,

 in diesen 3 Sekunden in den Bergen, ganz weit weg und doch so nah und vertraut.

 

Dann mache ich Platz für die nächsten Pilger, bin wieder im Nieselregen, vor mit läuft klapp-klapp-klapp der Mönch und ich sehe Freude in allen Augen und will hier nicht mehr weg...

 

 

Tempel von außen in Badrinath
Tempel von außen in Badrinath

Der Tempel im Bergdorf Badrinath  ist einer der heiligsten Tempel der Hindus. Er liegt am Rand des Alaknanda-Flusses. Der Tempel ist einer von 108 Tempeln, die dem Gott Vishnu geweiht sind. Der Badrinath-Tempel gehört zum hinduistischen Pilgerweg Chota Char Dahm.

Zu diesem Weg gehören auch noch die Tempel in Kerdanath, der Gangotri-Tempel und der Yamunotri-Tempel. Sie alles befinden sich im Bundesstaat Uttrakhand, den wir hier mit unseren keinen Reisebussen befahren. Normalerweise wäre hier viel los, aber im letzen Jahr hat es in hier mächtige Erdrutsche gegeben, die die einizige Straße teilweise vollständig verschüttet hatten. Viele Piler sind gestorben und in diesem Jahr wagen nur wenige die beschwehrliche Rute hinauf in die Berge.


Der Tempel mit der bunten Außenfassade wurde im 9. Jahrhundert gebaut. Auf Grund der Wetterbedingungen im Himalya-Gebirge ist der Tempel nur 6 Monate (April-November) im Jahr geöffnet. Wir sind also kurz vor der Schlußzeit hier und merken das ganz ganz schnell an den eisigen Temperaturen, es regnet und tapfer laufen wir barfuß in den Tempelinnenhof und sind sofort in einer anderen Welt, aus der wir reich beschenkt nach Stunden wieder auftauchen.

Die heiße Quelle...Badefreuden im kalten Badrinath...der Blick von der Brücke ist klasse

Hier auf dem Bild seht ihr Beate nachdem sie wie ein Flummi durch den Ashram gehüpft ist. Warum? Weil das hier eines der Zufallswunder auf der Reise in die Berge war.

Eigentlich wollten wir nur kurz Rast machen, an der Straße waren 5 Häuser,eines davon ein Chai-Shop und so packten wir, wie in der großen Pause, unsere Lunchpakete aus, tauschten Schokoriegel gegen Trinkpäckchen. Ich hatte unten am Fluß die Türme eines Ashram gesehen, nichts ungewöhnliches, denn man findet viele an den Wegen. Aber dieser hat mich sofort begeistert und ich war unglaublich aufgeregt, als ich durch das Tor auf dem Bild ging.Irgendwas war anders, irgendwas war wundervoll und ich fragte eibe Amerikanerin, was dieser Platz denn sei. Sie lachte erstaunt, dass ich das nicht wisse, das ist der Ashram von Neem Karoli Baba💓💓💓💓

 

Grins grins...ich kann mir vorstellen, dass jetzt nicht direkt alle Leser/innen ausflippen aber vielleicht später...denn dies ist der Ashram, in den in den 60er Jahren einige Westler kamen, unter ihnen auch Richert Alpert und Jeffrey Kargel.

Von Babaji, wie er seinen Lehrer Neem Karoli Baba auch nannte, bekam er den Namen Krishna Das und er ist für mich der Meister des Klang-Gebets, seine Lieder sind so herrlich und er füllt riesige Stadien mit seiner hingebungsvollen Art, Gott in Tönen einen Raum zu geben.

 

Nachdem ich da so rumgeflitzt bin, wollte ich meine Sachen aus dem Bus holen und bleiben...ohne wenn und aber. Aaaaaber nee, der Ashram ist drei Tage später wegen der Winterzeit geschlossen worden.

 

Doch als ich mit einem Dauergrinsen und einem traurigen Auge  (hat bestimmt irre ausgesehen) noch eine Kette gekauft habe, tja da hab ich eine Einladung nach Rishikesh bekommen, denn dahin gehen sie alle und deshalb bin ich jetzt auch wieder hier...in Rishikesh mit Gangesfest, Lachyoga und genieße Indien in vollen Zügen, befor ich dann im November leider den Abflug machen muss.

 

 

 

 

 

Die Sauber-Männer
Die Sauber-Männer

25.10.2014       Die BLAUEN Männer von Rishikesh

 

Ich habe sie schon von weitem gesehen, hell strahlten ihre astralblauen Shirts in der Sonne und die Inder haben sie umringt und fotografiert...ein Massenauflauf.

Ich war gerade auf dem Weg von meiner Yogaklasse zu meinem Ashram ( pinkfarbenes Bad, keine Regeln), als ich dieses Spektakel sah.

Indien-ich hatte ja viel erwartet, aber Aliens? Und warum blau und nicht grün?

 

Mühsam arbeitete ich mivh nach vorne, um die blauen Wesen  genauer anzusehen und auf diesem Planeten zu begrüßen. Der erste Kontakt verlief dann aber ganz anders. Die Blauen kamen auf mich zugestürmt, drückten mir einen Besen in die Hand und baten mich um ein Foto.

Nach vielen Fotos mit unterschiedlich blauen Männern hatte ich endlich Luft zu fragen: Woher kommt ihr?

Sie haben stolz auf ihre blauen Shirts und Mützen gezeigt und erzählt, dass sie vom neuen Premierminister geschickt wurden, um Indien zu säubern.

Ungefähr 50 Menschen waren mit Handschuhen u d Mundschutz u terwegs und haben alles von der Straße getäumt...Essensreste, Kuhfladen, Plastik und Steine. Ich habe mich soooo gefreut, dass zu sehen, besonders weil die Inder die Aufräumtruppe mit großen Augen angestarrt haben...denn ihre Umwelt zu säubern ist für viele Inder einfach außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Deshalb waren sie gefragte Stars der Straße und ich bin durch eine saubere Gasse zum Ashram geschwebt und habe mich gefreut, dass es überall passieren kann...ein Wunder💜💜💜

 

 

Und wenn ich wieder in Köln bin, dann werde ich das auch machen, die Menschen feiern, die meinen Dreck wegräumen und den Müllwagen mit wehenden Fahnen begrüßen😆...versprochen.

 

 

 

Das Innere des Ashrams
Das Innere des Ashrams

30.10.2014 Ein Ashram für die Welt

 

 

Ich bin in Haridwar, nur wenige Kilometer von Rishikesh entfernt undtauche ein in die Welt der Ashrams. Es gibt sie auch in Rishikesh, im Moment wohne ich auch in einem, aber sie sind klein. Hier in Haridwar fahren wir eine Straße entlang und hier reihen sich Ashrams an Ashrams...Eingangstore mit wundervollen Figuren, solche die aussehen als stünden sie in einem Vergnügungstag mit Plastikbergen , künstlich angelegten Wasserfällen und sehr sehr bunten Göttern.

Hier findet jeder, soviel ist sicher...und auch ich finde, gehe durch ein eisernes Eingangstor und bin da...Frieden und Freude...einfach so. Ich kannte diesen Ort vorher nicht, laufe meiner kleinen Yogagruppe hinterher ( wir haben zusammen diese Tour mit unserem Yogalehrer gemacht) und staune staune staune.

Dieser Ashram ist riesig, er hat 1000 Zimmer für Besucher und eine gigantische Küche, denn jeder, der möchte, bekommt kostenloses Essen...

Im Buchladen kann man superbillig Bücher, Cds und DVDs kaufen und bei ca. 10 Cent pro Stück kneife ich die Augen zusammen und entspanne erst wieder bei einem herrlichen Tee ( auch 10 Cent☺).

Es ist Mittagszeit und es wimmelt hier von Menschen, dennoch ist es ruhig und die sauberen Parks mit herrlic

 

hen Blumen sind für das sonst oft etwas schmuddelige Haridwar ein Fest. Die Bewohner stehen um 4 Uhr auf, dann wird gemeinsam gebetet und gesungen und dann arbeitet jeder bis spät am Tag. Da hier jeder gut versorgt ist mit Medizin, Essen und so weiter kan  man das machen, was man gerne teilen möchte. So sehe ich Lehrer, Gärtner, Leute beim Bau von neuen Unterkünften und Straßen, ein alter Mann repariert Fahrräder und viele sind in den Gärten abgetaucht.

 

Gegründet wurde dieser Asram vonShiram Sharma Acharya, der von 1911 bis 1990 lebte. Er war ein Sozialreformer, wurde wegen seines Engagements für ein freies Indien mehrfach inhaftiert und hat unzählige Bücher geschrieben ( ich hab dann doch 6 gekauft, konnte nicht anders).

Und ehlich, hätte ich nicht schon ein Flugticket, ich würde bleiben, eine Woche zuerst und dann noch eine und noch eine...

Aber es soll nicht sein, deshalb atme ich tief u d packe in meinen Koffer:

... das Gefühl der Freude, in einer Gemeinschaft mit ähnlichen Zielen zu sein

...die Erkenntnis, dass es nicht immer um Geld gehen muss ( mit meinem Gehalt könnte ich wie viele Tassen Tee trinken?)

...die Vorfreude, denn wenn die Inder das hinkriegen, dann können wir das auch

 

Und meine kleine Traurigkeit verfliegt schnell denn nachdem wir Gast im größten Ashram waren, sitzen wir nun im kleinsten. Ein Freund unseres Yogalehrers öffnet die Haustür in einer Wohngegend, dasHaus wurde von einer Familie gebaut, dami Leute hier kostenlos übernachten können. Und schon nach zwei Minuten sitze ich mit Kaffee, Keksen und einem Apfel staunend auf einem Bet. Vishnu ( der  Yogslehrer, nicht der Gott😊) erzählt uns, dass es noch vor einigen Jahren üblich war, immer einen Schlafplatz für Fremde bereitzuhalten, in seiner Familie wurcen sogar 2 Essensportionen mehr gekocht, falls jemand kommen sollte...am Abe d haben sich dann die Tiere über das Mahl gefreut.

In mir beginnt der Kaffee mit dem Zucker zu wirken u d ich will sofort loslegen, will auch sowas machen, irgendwo an einem schönen See in einem Land namens Deutschland...ein Visum hab ich ja schon...

Aber bis es diesen Ort gibt,  eruhuge ich mich, denn ich kann ganz einfach schon hier einen wonzigen Ashram haben.

 

 

der kleinste Ashram der Welt ist nicht das Haus, in dem ich sitze, der kleinste Asram der Welt ist eine Umarmung, wenn du einen Menschen anlächelst und für einen Moment seid ihr gemeinsam nur füreinander da...Der kleinste Ashram ist wenn du teilst und annimmst..und dann ist bestimmt auch irgendwo noch eine dampfende Tasse Kaffee.

 

 

kosenloses Essen im Asram
kosenloses Essen im Asram

Zwischenstopp in Delhi

Qutb Minar

 

 


In diesem Gelände entdeckt man den Glanz von alter Zeit, als die Sultanen von Mehrauli einige Gebäude errichten ließen. Die muslimische Baukunst ist heute noch in den Ruinen erkennbar. Eine Grabstätte, ein Mausoleum und beeindruckende Säulen erzählen von Zeiten des Islams in Indien.

Die Qutb Minar selbst ist ein Siegesturm, der 1193 von Sultan Qutb-ud-din 1193 errichtet wurde und ist Zeuge des Sieges über die hinduistischen Herrscher von Qila Rai Pithora. 73m hoch ist er und regelmäßig brausen Flugzeuge über seine Spitze zum nahegelegenen Flughafen von Delhi.

Außen kann man Verse aus dem Koran lesen und die mutigen klettern bis auf die Spitze...

Eine Tafel verkündet, dieser Turm sei nur geringfügig kleiner als das Taj Mahal.

 

 

 

 

 

Altes Eisen....

 

In dem Gelände von Qutb Minar steht eine eiserne Säule, die laut den Inschriften vor einem Vishnu-Tempel stand...man vermutet, dass sie in Bihar gebaut wurde um 400 n. Chr.

Bis jetzt, rund 1600 Jahre später, gibt es keine einzige Roststelle an der Säule.

Die Wissenschaft lässt uns zum Mond fliegen, erfindet schlimmes Chemieessen und die Medizin, die die Folgen heilen sollen gleich mit dazu...aber bis heute hat-oder will- keiner herausgefunden haben, wie dieses Eisen gegossen wurde.

 

 

 

 

 

23.12.2014.  Zuhause


Ich bin wieder in Rishikesh und als ich um 5 Uhr morgens über die wackelige Hängebrücke ging , den Ganges unter mir und die Tempel vor mir, war es vertraut und ich bin wieder angekommen. Zuhause, das habe ich immer wieder erlebt ,hat glücklicherweise viele Adressen und natürlich werde ich zurückkommen.


Indien hat mir bis heute schon unglaublich viele Geschenke gemacht. Es ist kühler hier und bei sonnigen 17 Grad laufe ich über saubere Straßen- ich sehe Menschen Müll wegräumen,  fegen und meine Augen werden größer und größer.

Ich darf Weihnachten in einem Ashram feiern , mit Tannenbaum und Krippe und Kuchen und die Mönche,  die irgendwo hinter dem Berg leben , kommen und singen.

Rishikesh ist für jemanden , der Wunder sucht , ein guter Ort.



Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Fest.



Weihnachten ...kaum zu glauben
Weihnachten ...kaum zu glauben

21.Februar 2015...alle Tage wieder in Rishikesh

 

Ich bin wieder da...schon wieder und es ist herrlich, wenn man im Ausland mit ...good to see you again...begruesst wied.

Hier hat sich viel getan...die Strassen sind sauberer, die Idee von Filterkaffee setzt sich durch und die German Bakery hat Vollkornbrot...

Da frage ich mich doch, warum ich eigentlich jemals zurueck sollte :)))

 

Viele viele Menschen tummeln sich jetzt hier, es beginnen zwei Yogafestivals und bekannte Lehrer aus dem Westen fuellen grosse Hallen fuer Satsangs.

So habe ich Karneval bei Mooji gefeiert...wir sassen zusammen in Stille und es gab einige Koelner, die genau wie ich KEINE Bonbons auf unschuldige Koepfe geschmissen haben...die Inder finden die Idee aber klasse...vielleicht gibt es hier bald einen Zoch...

 

Es gibt hier jetzt sogar einen Muellwagen, ein winziger LKW mit einem riesigen Lautsprecher faehrt durch die Strassen, spielt Musik und die Leute leeren ihre Muelleimer selbst...manchmal...aber auch die Kuehe fressen fleissig Plastik.

 

Bald feiern wir hier Holi, bewerfen uns mit Farben und ich denke, es ist sehr sehr schoen, an verrueckten Plaetzen zu sein...ob jetzt Rishikesh oder Koeln...die Grenzen sind fließend...


Copyright: Das Leben, das Universum und der ganze Rest..von Nachfragen bitten wir abzusehen...