Bildergalerie

Um schlimme Fotoabende nach meiner Rückkehr zu vermeiden, findet ihr meine Erlebnisse in Bildern hier...

 

Mooji beim Yoga-Festival in Rishikesh

Der Falke fliegt...über die Berge Nepals

3.1.2015  Der Baumfalke fliegt

 

Wo bin ich?

 

Hier wohnt der Schnee, zusammen mit Eisriesen und Yaks strahlt er in der Sonne, zieht viele Menschen magisch an und bedeckt die Muttergöttin dieser Erde:  Sagarmatha 

 

Elefanten, Orchideen, Affen, Nashoerner und sehr sehr nette Menschen tummeln sich hier und sogar das Edelweiss haben schon Bergsteiger gesehen.

Es gibt in diesem Land viele Bäume, unter einem kam einmal ein Mann zur Welt, hat viel gehabt und dann gemerkt, dass ihm ganz viel fehlt.

Also ging er weg um zu finden und hat seinen inneren Schatze entdeckt und sein Wissen mit der Welt geteilt...

 

Ja, ich bin in Nepal und Buddha ist sogar in der German Bakery neben der Kasse als kleine Figur zu sehen. Ein Kreis schließt sich wenn ich nun von der Erde lernen darf, dem Wind lausche und mich vom Feuer wärmen lasse. Ich ziehe mit einem Schamanen in die Berge und sage Danke für die vielen Schritte, die mich der Boden schon getragen hat, Danke für den Atem Tag für Tag und bin gespannt, was die Vögel hoch am Himmel alles zu erzählen haben.

 

 


 

Guest House in Kathmandu..hier wohnen alle, die lange Haare haben...sehr sehr lauschiges Plaetzchen
Guest House in Kathmandu..hier wohnen alle, die lange Haare haben...sehr sehr lauschiges Plaetzchen
Mama ist immer dabei!
Mama ist immer dabei!
Zwei Schamanen bereiten ein Ritual vor, wir warten gespannt mit unseren Trommeln
Zwei Schamanen bereiten ein Ritual vor, wir warten gespannt mit unseren Trommeln

10.1.2015


Schule bei den Schamanen


Ich wollte schon immer trommeln, einsam in den Bergen sitzen und lauschen, was da alles zu mir spri ht. Direkt am ersten Tag in Kathmandu treffe ich ihn dann, den Schamanen, der mich für die nächsten zwei Wochen auf viele Reisen schicken wird.


Irgendwie haben sie es wohl vorher einstudiert,  denn im Hotel kennt einer die winzige Straße,  wo der Schamane wohnt , ein anderer ruft ihn an und der Taxifahrer war im letzten Jahr einmal dort und erinnert sich...und ich bin sprachlos , lasse mich von den helfenden Händen tragen und stehe am nächsten morgen vor dem Schamanen Mohan Rai,  der mit gutem Akzent : Hallo Beate, wie geht es dir? sagt.

Ich sage nicht viel , bin zu überrascht, aber ich brauche es auch gar nicht...er weiß weshalb ich hier bin und lädt mich ein , zu bleiben.

Gut gelaunt verstaue ich mein Gepaeck in seinem kleinen Gaesthaus und dann lässt er uns, eine kleine Gruppe von 6 Leuten, eintauchen in die alte Kultur Nepals.

In Nepal ist die schamanische Kultur noch lebendig. Die Dorfleute rufen den Schamanen, wenn sie krank sind oder in einer Lebenskrise stecken. Mit Hilfe der Trommel fällt der Schamane in Trance und stellt eine Verbindung zwischen den Menschen, Ahnen und Göttern her. Jede Region im Himalayaraum besitzt ein spirituelles Zentrum auf einem heiligen Berg, das als Sitz der ‚Muttergöttin’ gesehen wird und zu dem die Bewohner regelmäßig mit den Schamanen für ihre Lebenskraft und Erfüllung ihrer Wünsche pilgern.  Mohan Rai ist wirklich ein kleines Wunder, nicht nur, dass er die Berge und viele andere Welten kennt, er hat auch schon Karneval in Köln gefeiert und sofort fühle ich mich zu Hause.

Ich lerne, wie ich mit meiner kleinen Trommel auf Reisen gehe, klettere die Berge hoch und sage der Natur guten Tag.

Nach einer langen Fahrt in die Berge sind wir nur 2 Stunden von der chinesischen Grenze entfernt und stellen unsere Rucksäcke in einer kleinen Steinhütte ab. Die Köche, die mit uns reisen, kochen herrliches Essen, oft gibt es Pommes, Reis und Gemüse und die Pfannekuchen zum Frühstück verschwinden zusammen mit dampfendem Kaffee wie von Zauberhand in unseren Mägen.

Wir klettern und überall finden wir kleine Tempel, hier stehen Kerzen, Statuen und rote, weiße und blaue Bänder flattern an den Zweigen.


Die erste Nacht hier oben schlafen wir draußen, von einem Felsvorsprung vor Regen geschützt und ein riesiges Feuer wärmt unsere kalten Füße. Nach einer Zeremonie beginnen wir mit zwei Schamanen zusammen zu trommeln, der Nachthimmel funkelt und das Feuer schießt immer wieder neue Lichtfetzen in die Dunkelheit. Plötzlich beginnt der Bergruecken auf der gegenüberliegenden Seite zu blinken, viele Lichter blitzen durch die Bäume. Dort, so erzählt uns Shiva, der Sohn von Mohan, sitzen die Schafhirten oder auch vereinzelt Familen in winzigen Hütten, die jetzt, genau wie wir, Wärme und Licht in der Nacht brauchen. So sind wir Teil des Feuerbandes , Lagerfeuer an Lagerfeuer zieht sich wie eine Schlange den Berg hinauf.


Gleichmäßig dröhnen die Trommeln und dann erscheint er...weiß strahlt er über den Gipfel des Berges Kalinchok und es scheint, als haetten wir ihn herbeigerufen , den Mond.


Dann schlafen alle, nur ich liege wach, die Kälte ist unglaublich. 5 Schichten trage ich, habe einen Schlafsack, eine dicke Jacke und sogar eine Rettungsdecke, aber nix zu machen...es ist KALT!!!!!!!

Also liege ich, blicke zu den Sternen und denke ernsthaft darüber nach, den schmalen Pfad zurück zur Hütte zu laufen. Aber es ist sehr steil, also bleibe ich und warte, und warte, und warte und es ist einer der schönsten Momente diese Abenteuers, als die Voegel zu singen beginnen und dann langsam, langsam die Sonne über den Berg klettert und nach weiteren 4 Stunden beginne ich den Schrecken der Nacht bei dampfendem Kaffee zu vergessen. Zurück bleibt das Gefühl, dem Himmel sehr sehr nah gewesen zu sein.




Schamanisches Ritual vor dem grossen Altar...und wir alle trommeln, was wir koennen
Schamanisches Ritual vor dem grossen Altar...und wir alle trommeln, was wir koennen
Aber keine Sorge, das Messer hat noch nie Blut gesehen...
Vorbereitung fuer ein schamanisches Ritual

 

19.1.2015

 

Nepal...es war einmal


Nach einer alten Legende wird das Entstehen des Kathmandu-Tals so erzählt:


Frueher war das Kathmandu-Tal ein heiliger, türkisblauer See, der von Bergen und dichten Wäldern umgeben war. In dem klaren Wasser lebte eine magische schlangenähnliche Kreatur mit dem Namen "Naga". Als  Vipaswi auf einer Pilgerfahrt zu dem heiligen See kam, warf er von der Spitze eines Berges einen Lotussamen ins Wasser und sagte voraus, dass an dieser Stelle eines Tages ein heiliger Schrein stehen würde. Nun ja, es dauerte etwas, aber nach 80.000 Jahren keimte der Lotussamen endlich. Es entstand eine tausendblättrige Lotusblume mit Pollen aus Juwelen und Samen aus Gold und einer magischen Flamme. Als der Patriarch Manjushri die Schönheit dieses Wunders erkannte, wollte er den Ort für Pilger zugänglich machen. Mit einem einzigen Schlag seines "Schwertes der Weisheit" zerteilte er die eine Talseite, wodurch das Wasser abfloss und die Lotusblume auf den Grund sank. Das geheimnisvolle Feuer wurde dann von einem buddhistischen Priester in einem Loch versteckte und dies mit einem Edelstein verschloss. Auf dieses Versteck baute er eine Stupa - die Swayambhunath Stupa - die heute zu den heiligsten buddhistischen Stätten Nepals zählt. 


 

Machhapuchchhre, 6997 m hoher Berg im Himalaya in Nepal.

Pokhara
Pokhara
Freunde aus Indien in Nepal getroffen
Freunde aus Indien in Nepal getroffen

17.1.2015       Der Zufall...


Der Zufall ist schon großartig, ich treffe ihn oft und immer hat er was tolles für mich dabei. Diesmal schenkt er mir eine Gruppe von gutgelaunten Mönchen, die im Three-Buddha-Park die Gebetsmuehlen drehen.


Gerade will ich hinauf zu Swayambhunath – einem 2000 Jahre alten buddhistischem Monument, welches in die 4 Himmelsrichtungen schaut, (Weltkulturerbe und auch Affentempel genannt), als ich die bärtigen Gesichter wiedererkenne. Ganz am Anfang meiner Reise habe ich sie in Lamayuru getroffen, war Gast in ihrem Meditationszentrum hoch oben in den Bergen und wollte sie doch so gerne wiedertreffen. Ich wusste, dass viele in Kathmandu sind, doch leider habe ich den Zettel mit ihrem Tempel verloren. 

Doch da gibt der Zufall wieder eines seiner Kunststücke und sie stehen in dieser grossen Stadt ploetzlich vor mir und nach einer Stunde sind wir in ihrem Kloster bei herrlichem Essen, blicken von weit oben auf die riesige Stadt und auch hier will ich eigentlich gar nicht mehr weg.

Aber alle sind hier im Kloster im Aufbruch nach Lumbini und sie laden mich ein, also packe ich meinen Koffer, reise zuerst nach Pokhara, um nach zwei Wochen schamanischem Unterricht mal auszuruhen, dann geht es weiter zum Geburtsort Buddhas, zufällig.



Der Deutsche Tempel in Lumbini...wir sind ja echt überall...
Der Deutsche Tempel in Lumbini...wir sind ja echt überall...

Deutscher Tempel in Lumbini


Lumbini liegt in Nepal, nah an der indischen Grenze. Hier ist er auf die Welt gekommen-Buddha.


Die Königin von Kapila­vastu, Māyā Devī, hat dort unter einem Baum ihren Sohn geboren, als sie auf einer Reise zu ihrem Vater von den Wehen überrascht wurde. Dieser Sohn war Siddhārta Gautama, der einer der bedeu­tendsten Männer der Welt­geschichte werden sollte.

Ich habe erwartet, an Buddhas Geburtsort ein riesiges Pilerzentrum zu finden, mit Souvenierläden, Hotels und langen Schlangen von Besuchern vor den Tempeln.


Der Ort ist allerdings ein Traum, ich kam mir vor wie nicht von dieser Welt an diesem herrlichen Fleck, denn man kann ihn schnell übersehen. Eine Straße, vielleicht 6 Hotels und dann ein bewaldetes Gebiet mit schlammigen oder auch staubigen Strassen. Hier bin ich gelaufen, habe Muscheln am Wegrand gefunden und mich gewundert...sehr oft. Ab und an gab es Schilder zu verschiedenen Tempeln, denn an diesem Ort sind Klöster von buddhistischen Gemeinschaften aus verschiedenen buddhistischen Nationen im jeweiligen Stil erbaut. Aber irgendwas fehlt..vielleicht die Menschen? Kaum ein Tourist, kaum ein Mönch ist in den Templen und so reise ich in wenigen Stunden nach Thailand, Burma, China- wandere also von Tempel zu Tempel dann sehe ich es...

das Schild...das Schild das nach Hause führt...denn dort steht:

German Tempel!!!!


Ein deutscher buddhistischer Tempel? Hier? Aufgeregt biege ich um die Ecke, wandere durch ein kleines Rasenfeld und stehe vor goldenen Säulen des "German Tempels". Ich erwarte etwas, was mich an Deutschland erinnert...Schwarzwaldhaus, Gartenbuddhas oder frischen Kaffee.


Allerdings hat der German Tempel in Lumbini keine Ähnlichkeit mit dem Kölner Dom oder einer Alpenkapelle...und doch denken hier viele, dass wir in Deutschland viele viele buddhistische Tempel haben...spannend. Wenn ich wieder zurück bin, werde ich sie suchen, vielleicht gibt es sie wirklich...

Dieser Tempel wurde von der Deutschen Tara Foundation gebaut und um den Haupttempel gibt es kleine Häuser mit Küche und Unterkünften für Mönche.

Hier in diesem Tempel, der mich in seine kühlen Hallen einlädt, treffe ich doch tatsächlich bekannte Gesichter, Mönche aus Nordindien bereiten sich hier auf ein Retreat vor. Ich werde herzlich begrüßt, es gibt herrliches Essen, Tee und ich bin Zuhause...in Deutschland, in Nepal bei Menschen mit großem Lächeln im Herzen.

Unter diesem Baum wurde Buddha geboren...wenn der sprechen könnte...
Unter diesem Baum wurde Buddha geboren...wenn der sprechen könnte...

Billig ist so ein Fruehstueck aber allemal. Ganz links sind Baellchen, die innen hohl sind und mit irgendwas gefuellt werden...habe mich nie getraut.

Rechts daneben leckere kleine Kartoffeltaler mit geraspelten Gurken in Joghurt, in der Pfanne gebratene Nudeln und dahinter eine gelbe Sosse. Ganz rechts in dem Behaelter sind Momos, Teigtaschen mit Fuellung (vegetarisch oder mit Fleisch).

Wir kaufen die runden Kartoffeltaler, sind unvorsichtig und nehmen die gelbe Sosse..so wird der Tag schon am fruehen Morgen zu einem Feuerwerk und wir weinen und weinen und werden von lachenden Kindern noch ein ganzes Stueck begleitet.

Frühstück in Lumbini...ich freu mich auf Deutschland. ..
Frühstück in Lumbini...ich freu mich auf Deutschland. ..

25.1.2015  Der Nationalpark oder warum ich nicht zick-zack laufen muss



Wuerde ich im Zick-Zack laufen und meine Kleidungsstuecke hinter mich werfen, waere ich wirklich ernsthaft in Gefahr.


Nein, ich waere nicht etwa durch den Stich einer Muecke irre geworden oder Teil eines Hochzeitsrituals, sondern ich wuerde hier im Nationalpark von einem Nashorn verfolgt.


Denn in allen Reisefuehrern raet man den hirnrissigen Touristen, die tatsaechlich zu Fuss in den Chitwan Nationalpark gehen...wenn du ein Nashorn siehst...renn im zick-zack. Die maechtigen Tiere sehen naemlich nicht besonders gut, riechen dafuer aber um so besser. Deshalb soll man auch mit Kleidungsstuecken um sich werfen, denn dann bleiben sie stehen, um daran zu riechen. So die Theorie. Leider leider habe ich keine Praxiserfahrung, denn meine Begegnung mit diesen herrlichen Tieren verlaeft fuer beide Seiten friedlich. Das liegt allerdings nicht an meinem Hypnoseblick, sondern an dem wunderbaren Elefanten, auf dem ich sitze und der sich von den beiden Nashoernern nicht beeindrucken laesst. Er bleibt in Ruhe stehen und rennt nicht weg...hat ja auch keine Kleidung, mit der er um sich werfen koennte...




Chitwan National Park
Chitwan National Park


PRAYER


Ich war zu Gast in Nepal, habe an vielen Feuern gesessen, durfte unter freiem Himmel die Sterne zählen und die unglaubliche Kraft der Berge spüren. Ich bin berührt und behütet worden von so vielen lieben Menschen, habe immer in lachende Augen geschaut und die Nachrichten über das schlimme Erdbeben lässt mich, auch wenn ich im Moment weit entfernt in Sicherheit bin, immer wieder an die Opfer denken.


Ich bitte...I pray


Ich bitte für die Opfer des Erdbebens in Nepal.


Ich bitte um schnelle Hilfe, um Wasser, Nahrung und Medizin für alle.

Ich bitte um liebende Arme, die schützen und auffangen, wer in Trauer und Verzweiflung zurückgeblieben ist.

Ich bitte um helfende Hände, um aufzurichten, was gefallen ist.

Ich bitte um Kraft und Mut, um weiterzumachen.

Ich bitte um Gemeinschaft, die zusammenhält und hilft, egal wie und wo sie sich findet.

Ich bitte um Ruhe, um in Frieden Abschied nehmen zu können.

Ich bitte um Heilung für ALLE!


Ich bitte für die Opfer des Erdbebens in Nepal






Das Bild stammt von der Künstlerin Akiane, die schon in ihren jungen Jahren unglaublich berührende Bilder malt. Jeder dieser Vögel kann ein Gebet von dir sein, ein guter Gedanke oder eine gute Tat, die immer gehört werden.


Sie schreibt selbst über ihr Bild:


I dedicate this painting to all sincere prayers.

…The birds in this painting represent prayers. The power of prayer is direction, humbleness, sincerity, and faith. These birds just like the prayers seeking God are flying towards the light. Some birds are focused on their destination, some are distracted, others are playfully soaring, while still others are disappointed and returning back. Once in flight the birds will have to listen to God's quiet voice where to find him. (...)
The force of the fastest and most dedicated prayers is melting the snow off the mountains and cliffs. The more prayers, the more power.

The snow in this particular painting represents confusion, hardship and unhappiness. Half of the ridges are almost free of snow, and as the birds come closer to the light, all of the landscape is becoming full of summer waterfalls and flowers.



Copyright: Das Leben, das Universum und der ganze Rest..von Nachfragen bitten wir abzusehen...