Bildergalerie

Um schlimme Fotoabende nach meiner Rückkehr zu vermeiden, findet ihr meine Erlebnisse in Bildern hier...

 

Mooji beim Yoga-Festival in Rishikesh

Der Falke fliegt...über die Berge Nepals

Die Seite wird noch aufgebaut---neue Bilder und Berichte findet ihr bald.

Also gerne mimmer mal wieder hereinschauen...

17.11.2014   Sawaddee ka....Hallo aus Thailand

 

Mit Gewalt kommt sie angerollt...die Ruhe und die Sauberkeit...

 

Thailand ist herrlich grün und die Autos gleiten auf der Straße, ich höre kein Hupen, sehe auf dem ganzen Weg in die Innenstadt nur 2 Plastiktüten am Straßenrand und es gibt überall die Grundausrüstung eines Travellers: Cafe und WiFi

In Chiang Mai, der zweitgrößten Stadt im Norden gibt es 300 Tempel und tausend Düfte auf den riesigen Märkten, sie trocknen hier alles, was nicht bei drei im Dschungel ist...Mango, Erdbeeren, Krebse, seltsames Fleisch, Algen, ...und die Stinkefrüchte werden unter den Tischen wie Drogen gehandelt...

Wir unternehmen eine Tour in den Nationalpark...sehr sehr sauber, Wege gesichert und nach 100 Metern gibt es Kaffee...und am Abend am Pool erinnern wir uns an die Wildtiere, die wir gesehen haben:2 Kühe, einen Schmetterling und zahlreiche Mücken...Aber dafür einen unglaublichen Wasserfall, der mit der heißen Sonne zu einem herrlichen Regenbogen wurde...

Thailand...isch lieb disch

 

 

12.12.2014        Bangkok bei Nacht

 


Manchmal ist es schön, wenn es dunkel wird!!!!!



Zum einen, weil man dann die Lichter besser sieht, wie die des Feuerwerks zum Geburtstag des Königs, die bunten Blinkereien der unendlichen Weihnachtsketten, die Kerzen vor den Tempeln...

Zum anderen weil...

... man die Zombies nicht mehr sieht, die besoffen hier auf der Khaosan-Road umherwanken, peinliche Sachen kaufen (Details sind nicht jugendfrei), 

... man die gegrillten Insekten nicht sieht, die zappelnden Tiere neben dem Grill, die quietschbunten Kugeln mit Fuellung von was auch immer...


Dennoch toll, Bangkok, klingt exotisch und ist es im Touistenviertel überhaupt nicht, aber schon zwei Strassen weiter bin ich verloren, kann kein Schild lesen und blicke in Hinterhöfe, sehe die vielen Geisterhäuser vor den Wohnungen, rieche was ich nicht essen will und verlaufe mich mit Freude jedesmal.

Und ich wiederstehe, ich besuche nicht das Riesenrestaurant mit 5000 oder mehr Tischen, in dem die Bedienung in Rollschuhen herumflitzt, steige nicht auf das Riesenhochhaus oder besuche nicht die Frau, die sich für 32 Tage mit Skorpionen in einen Glaskasten hat einsperren lassen.


Aber ich würde schon ganz gerne mal zu Otto gehen, der hat hier ein Restaurant gegründet, mit Bäckerei und Schwarzbrot und Sauerkraut. Oder doch nach Heidelberg? Hier habe ich studiert und in Bangkok gibt es das auch, ein Hotel unter schweizer Leitung mit Restaurant. Käsebrote, Käsefondue ...Hmmm...aber dann bin ich unter ihnen, den deutschen Touristen, die man eigentlich nicht sehen will, die überall ihr Schnitzel wollen, nur eben mit Thaifrau an ihrer Seite...oder ich sehe die Auswanderer...glücklich in Bangkok und das Herz immer noch da, wo der Neckar fließt und an Karneval treffen sie sich alle und singen...


Nein, das kann ich nicht, vielleicht noch nicht und so fließen meine Tränen nicht bei Blasmusik, sondern bei einer Thaimassage und ich kannn nur hoffen, dass sie hält, meine Wirbelsäule.

gegrillte Insekten
gegrillte Insekten

15.12.2014            Ich kaufe alles...👜

 


Der Chatuchak ist der größe Wochenendmarkt der Welt mit 10000 Ständen und bis zu 300000 Besuchern...Tiere nicht mitgezählt.

Er begann als Flohmarkt und jetzt stehen hier Buden dicht an dicht, ich quetsche mich in den ersten Gang und habe schon nach drei Ecken die Orientierung verloren. Die Sonne ist weg, Wellblechdächer und Schirme haben mir auch meinen Glockenturm genommen, mein Nordstern in dem Meer der Unmöglichkeiten. 

Also lasse ich mich treiben, bestimmt gibt es hier auch Notunterkünfte für Überlebensversager wie mich...

Und dann sehe ich, was ich wohl sehen muss, Hundebabys (viel zu früh getrennt von den Eltern fiepen sie herzzerreißend), Essen in allen Farben und Formen (wirklich, auch pink und neonblau), Kleidung von Calvin und Hugo und wie sie sonst noch alle heißen, Schuhe mit Gesichtern, selbst Batikhosen gibt es noch oder wieder, Plastikblumen und Kampfhähne.

 

Hier verfallen viele dem Shoppingrausch und Dank DHL-Serviceshop ist es dann in nur 3 Tagen bei den Lieben in Deutschland. Danach hat man dann keine Freunde mehr, oder der Zoll hat riesige Wohnschränke, Seifenblasentiere oder Elefantenmonster vorsorglich vernichtet.

Tage könnte ich hier verbringen, es ist herrlich, die Leute zu beobachten, sich irgendwann wieder an einem Ausgang zu befinden und dann wie im Wahn nochmal in die Gangwelten abzutauchen. Als ich dann anfange, Kühlschrankwackelfiguren zu kaufen, ist es höchste Zeit, den Kampfplatz zu verlassen...bis zum nächsten Wochenende.



Auf dem Riesenmarkt...hier ein Stand mit getrocknetem Essen
Auf dem Riesenmarkt...hier ein Stand mit getrocknetem Essen
Hier gibt es schmerzhafte Thai-Massagen, viel Alkohol und Essen mit viel zu vielen Beinen
Khaosan Roads -Hier gibt es schmerzhafte Thai-Massagen, viel Alkohol und Essen mit viel zu vielen Beinen

Khao San Road - der Schrecken der Straßen


Das was auf Malle der Ballermann ist den Thais diese Straße. Es muss schön angefangen haben, ein Treffpunkt für die ersten Rucksackreisenden in das so fremde und zauberhafte Land. Es gab hier billige Unterkünfte, guten Kaffee und es wurden Geheimtipps getauscht.


Heute ist die "Straße des geschälten Reises", wie sie übersetzt heißt, das Ergebnis von "Alle wollen alles aber billig und möglichst schnell".

Auf 400 Metern gibt es Hotels neben Hotels, 24 Stunden kann ich hier einkaufen und bekomme alles, wirklich alles...

Dafür sehe und höre ich leider auch alles, wirklich alles...und das ungefragt 24 Stunden täglich. Daher sind die teuren Zimmer auch ohne Fenster, damit wenigstens im Raum Ruhe herrscht, die Klimaanlage lässt mein Zimmer zur sicheren Höhle werden, in die ich noch oft flüchte.


Ich flüchte vor gegrillten Insekten, vor besoffenen Touristen mit kleinen Mädchen im Arm, vor wirklich sehr sehr fragwürdigen Kopfbedeckungen und Körperausdünstungen.

Ich flüchte vor der Nachtmusik und den Schattengestalten, die über die Straße taumeln, flüchte vor zuviel Lärm und zuviel Farbe am frühen Morgen.


Gerettet werde ich tatsächlich oft von einer klimatisierten, teuren Kaffeekette, von kleinen Tempeln und dem Wissen,bald mein Visum für Indien in den Händen zu halten.


sehr sehr sehr steile Treppe
sehr sehr sehr steile Treppe

Wat Arun - der Tempel der Morgenröte...

 

 

Vielleicht weil es laaange dauert bis man oben ist, vielleicht weil man dort oben viele viele Morgenröte erlebt, denn es erfordert schon verdammt viel Mut, diese steilen Stufen auch wieder runterzugehen.

 

Auf insgesammt vier Ebenen kann man gelangen. Der Windgott Phra Phai

trägt die unterste Fläche symbolisch auf seinem Pferd.  Auf der zweiten Ebene bekommt man Beistand von den Dämonen, die in ihrer Häßlichkeit dein Ego auffressen und dich beschützen. So fühlt sich der Besucher mit seinen Ängsten in die Kindheit zurückversetzt und kann viele Bilder über wichtige Stationen im Leben Buddhas bewundern oder bei dem Abgrund unter ihm einfach nur nach Mama rufen.

Die Affen aus dem hinduistischen Nationalepos Ramayana empfangen dich dann auf der dritten Ebene. Die Geschichte des Ramayana ist dabei auf das Königreich Ayutthaya übertragen worden,  wo Phra Witsanu dem Gott Vishnu als Phra Ram wiedergeboren wird. Auch hier verschmelzen die Weisheitsgeschichten und wenn die Luft immer dünner wird, gelangt man zu Vishnu, der auf seinem prachtvollen Vogel Garuda zeigt, wie man befreit von allem fliegen kann.

Ich habe allerdings die Angst nicht so ganz auf der ersten Ebene zurückgelassen und musste zu Fuß wieder hinabsteigen. Aber einen kurzen Moment der Weite, der machtvollen Klarheit und Ruhe war da, während ich über die kleinen Menschen im riesigen Bangkog blicken durfte.

Und wirklich...der Abstieg ist schlimmer als die Kletterpartie hinauf und als ich festen Boden unter meinen Füßen hatte war ich soooo dankbar, dass ich fast seltsam essbare Dinger in Form und Farbe von Smilies gekauft hätte...wenn ich nicht...wenn ich nicht treue Freunde an meiner Seite gehabt hätte, die mich liebevoll für nicht zurechnungsfähig ins nächste Boot verfrachtet hätten.

Das kann man essen...man kann
Das kann man essen...man kann
Der liegende Buddha des Wat Lokayasutharam (Thai วัดโลกยสุธาราม - Tempel der Erde in Ayutthaya
Der liegende Buddha des Wat Lokayasutharam (Thai วัดโลกยสุธาราม - Tempel der Erde in Ayutthaya
Kopflos schön -  und wer braucht schon einen Kopf wo das Herz so viel größer und schöner ist?
Kopflos schön - und wer braucht schon einen Kopf wo das Herz so viel größer und schöner ist?

Copyright: Das Leben, das Universum und der ganze Rest..von Nachfragen bitten wir abzusehen...